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Intelligent Design, Kreationismus und Theodizee: Warum #giea? Immer mehr Leute in der Welt und auch in Deutschland glauben an einen Designer, der die Welt in sieben Tagen in der heutigen Form geschaffen habe. Die “Intelligent Design”-Bewegung kommt aus den USA und findet auf Marktplätzen, bei christlichen und muslimischen Events und vor allem im Internet immer mehr Anhänger. Zwar können Biologen, Anthropologen und Geologen die Entstehung und Entwicklung der heutigen Welt sehr gut erklären, aber Kreationisten – das eigentlich Wort für Vertreter des Intelligent Design – hören nicht auf Fakten, lesen keine Biologiebücher und ignorieren alles, was ihrem Weltbild entgegensteht. Ihr Weltbild ist einfach. Gott ist ein Designer. Er hat alles designt. Alles. Jeden. Die Welt ist zu komplex, als dass sie sich entwickelt haben könnte. Obwohl eine Reihe Wissenschaftsjournalisten gerade aufgrund des Kreationismus viel Arbeit in die wissenschaftliche Bildung der Öffentlichkeit gesteckt haben, wächst die Bewegung des Intelligent Design spürbar, weil Kreationisten nicht zuhören, nicht recherchieren und Tatsachen nicht glauben. Statistiken sind grundsätzlich gefälscht, Doktoren und Professoren grundsätzlich Teil einer Verschwörung und Theorien, die sie nicht verstehen, grundsätzlich „unlogisch“. Es scheint unsinnig und nicht länger zielführend zu sein, zu versuchen, Kreationisten mit Fakten, mit Lehrbüchern oder wissenschaftlichen Erkenntnissen zu kommen. Sie wollen nicht lernen. Es wird daher Zeit, den Kreationisten nicht mehr erklären zu wollen, was der Unterschied zwischen Fakten und Glauben ist, sondern sie mit der eigenen, inneren Logik ihrer Religion zu konfrontieren. Mit der Theodizee. Theodizee ist die Fragestellung nach dem Grund für Leid in einer Schöpfung eines einerseits allmächtigen, andererseits guten Gottes. Es gibt verschiedene Antwortversuche auf diese Frage, etwa die Aussage, dass wir in der bestmöglichen Welt leben würden. Aber auf Grundlage des Intelligent Design – der Idee also, dass diese Welt intelligent gestaltet sei – bekommt das Theodizeeproblem eine ganz neue Bedeutung. Die Aussage des Intelligent Design ist es ja gerade, dass die Gestaltung der Welt erkennbar wäre und dass dieser Welt eine Perfektion innewohne, in den Worten des Kreationismus: Nichtreduzierbare Komplexität – die auf die Existenz eines Gestalters schließen ließe. Dann aber stellt sich die Frage nach dem Leid auf der Welt mit noch mehr Nachdruck: Die Körperbauten der Menschen und auch die Tiere sind nicht besonders designerisch, der Planet ist kein Ort, der dem Leben besonders zuträglich wäre, das Universum ist für den Menschen nicht geeignet, der Aufbau der Natur ist mit bestialisch sehr wohlwollend umschrieben und das Gehirn der Menschen ist nicht geeignet, einen freien Willen zu ermöglichen. Diese und andere Probleme wollen wir auf den folgenden Seiten darstellen und diskutieren, in Artikeln, mit Bildern und streng nach den Regeln des Podexismus: Der Idee, dass diese Welt von einem Sadisten geschaffen worden sein muss. Wenn es den Gott der Kreationisten gibt, wenn Gott ein Designer ist, dann muss dieser Gott ein Arschloch sein.
menschliches Design, 2015
göttl. Design, seit ca. 4000 BC
Intelligent Design, Kreationismus und Theodizee: Warum #giea? Zur aktuellen Fassung hier lang Immer mehr Leute in der Welt und auch in Deutschland glauben an einen Designer, der die Welt in sieben Tagen in der heutigen Form geschaffen habe. Die “Intelligent Design”-Bewegung kommt aus den USA und findet auf Marktplätzen, bei christlichen und muslimischen Events und vor allem im Internet immer mehr Anhänger. Zwar können Biologen, Anthropologen und Geologen die Entstehung und Entwicklung der heutigen Welt sehr gut erklären, aber Kreationisten das eigentlich Wort für Vertreter des Intelligent Design – hören nicht auf Fakten, lesen keine Biologiebücher und ignorieren alles, was ihrem Weltbild entgegensteht. Ihr Weltbild ist einfach. Gott ist ein Designer. Er hat alles designt. Alles. Jeden. Die Welt ist zu komplex, als dass sie sich entwickelt haben könnte. Obwohl eine Reihe Wissenschaftsjournalisten gerade aufgrund des Kreationismus viel Arbeit in die wissenschaftliche Bildung der Öffentlichkeit gesteckt haben, wächst die Bewegung des Intelligent Design spürbar, weil Kreationisten nicht zuhören, nicht recherchieren und Tatsachen nicht glauben. Statistiken sind grundsätzlich gefälscht, Doktoren und Professoren grundsätzlich Teil einer Verschwörung und Theorien, die sie nicht verstehen, grundsätzlich „unlogisch“. Es scheint unsinnig und nicht länger zielführend zu sein, zu versuchen, Kreationisten mit Fakten, mit Lehrbüchern oder wissenschaftlichen Erkenntnissen zu kommen. Sie wollen nicht lernen. Es wird daher Zeit, den Kreationisten nicht mehr erklären zu wollen, was der Unterschied zwischen Fakten und Glauben ist, sondern sie mit der eigenen, inneren Logik ihrer Religion zu konfrontieren. Mit der Theodizee. Theodizee ist die Fragestellung nach dem Grund für Leid in einer Schöpfung eines einerseits allmächtigen, andererseits guten Gottes. Es gibt verschiedene Antwortversuche auf diese Frage, etwa die Aussage, dass wir in der bestmöglichen Welt leben würden. Aber auf Grundlage des Intelligent Design – der Idee also, dass diese Welt intelligent gestaltet sei – bekommt das Theodizeeproblem eine ganz neue Bedeutung. Die Aussage des Intelligent Design ist es ja gerade, dass die Gestaltung der Welt erkennbar wäre und dass dieser Welt eine Perfektion innewohne, in den Worten des Kreationismus: Nichtreduzierbare Komplexität – die auf die Existenz eines Gestalters schließen ließe. Dann aber stellt sich die Frage nach dem Leid auf der Welt mit noch mehr Nachdruck: Die Körperbauten der Menschen und auch die Tiere sind nicht besonders designerisch, der Planet ist kein Ort, der dem Leben besonders zuträglich wäre, das Universum ist für den Menschen nicht geeignet, der Aufbau der Natur ist mit bestialisch sehr wohlwollend umschrieben und das Gehirn der Menschen ist nicht geeignet, einen freien Willen zu ermöglichen. Diese und andere Probleme wollen wir auf den folgenden Seiten darstellen und diskutieren, in Artikeln, mit Bildern und streng nach den Regeln des Podexismus: Der Idee, dass diese Welt von einem Sadisten geschaffen worden sein muss. Wenn es den Gott der Kreationisten gibt, wenn Gott ein Designer ist, dann muss dieser Gott ein Arschloch sein.
menschliches Design, 2015
göttl. Design, seit ca. 4000 BC
GottIstEinArschloch